Männer 2. Liga: Nicht über die ganze Distanz konsequent

Männer 2. Liga – SG Ruswil Wolhusen

Im ersten Heimspiel verlieren die Einsiedler Handballer ein Spiel, welches niemals aus der Hand gegeben werden dürfte. Die Einsiedler dominierten in der ersten Hälfte und liessen die Zügel in der ersten Halbzeit aus den Händen gleiten.

Für das erste Heimspiel in der 2. Liga hatten sich die Einheimischen viel vorgenommen. Man wollte sich von der besten Seite zeigen und beweisen, dass trotz dem Rückzug aus der 1. Liga das Feuer für den Handballsport noch nicht erloschen ist. Im Gegenteil, die Einsiedler starteten wie ein Feuerwerk und zeigten den Luzernern die Grenzen auf. Im Angriff kam man leicht zu den Treffern und die Verteidigung stand wie eine Mauer, zwang die Gäste immer wieder in schlechtere Abschlusspositionen oder zwang sie zum Zeitspiel. Sollte dann doch mal ein Schuss auf das Tor kommen, war noch Achermann im Tor, welcher an die zweite Halbzeit von Willisau vor einer Woche nahtlos anknüpfte. Die Luzerner schienen zeitweise gar etwas ratlos. Klar kamen diese zu Ihren Treffern, doch sicher nicht in dem Masse wie sie es sich gewünscht hätten. Mit einem komfortablen Spielstand von 18:11 gingen die Einsiedler in die Pause.
Die Pausenansprache war sehr kurz. Das wichtigste war, sich nicht auf dem Spielstand auszuruhen, sondern im Gegenteil das Spiel wieder bei 0:0 weiterzuspielen.
Mit einem Systemwechsel in der Defensive, soll der Angriff der Gäste noch einmal «durchgewirbelt» werden um schneller in Ballbesitz zu kommen. Dies Misslang. Den Gästen kam die neue Aufstellung der Einsiedler sehr entgegen, allen voran deren Nr. 7, Weingartner Daniel. Dieser genoss den Platz sichtlich und liess sich im zweiten Umgang nicht mehr kontrollieren. Die Umstellung in der Verteidigung zog nicht die gleichen Früchte wie in der ersten Halbzeit nach sich. Im Angriff agierten die Einsiedler immer mehr komplett von der Rolle. Die SG Ruswil Wolhusen stand offensiver, dies kommt den Einsiedlern eigentlich entgegen, jedoch nicht an diesem Tag. Die Gäste spielten sich in einen Rausch und schlossen fünf Minuten vor Schluss durch fünf aufeinanderfolgende Treffer durch ebendiesen Weingartner auf. Zu dieser Zeit wollten die Einsiedler bereits mit dem siebten Feldspieler das Ruder wieder rumreissen. Doch viele technische Fehler und Strafen unterbanden die «Wende des Momentums» immer wieder.
Den Einsiedlern gelang es nicht, von A – Z das eigene Können auf den Platz zu bringen. Die erste Halbzeit machten sie alles richtig, in der Zweiten alles falsch. Nächste Woche gibt es auswärts wieder die Gelegenheit für zwei Punkte. Allerdings beim aktuellen Leader Borba Luzern, welcher ein anderes Kaliber ist, als die SG Ruswil Wolhusen.