Männer 1. Liga: Glanzloser aber wichtiger Sieg

HC Einsiedeln – SG Pilatus 33:29 (18:15)

Mit der SG Pilatus gastierte am Samstag der Gruppenletzte in gut gefüllten Einsiedler Sporthalle. Die Luzerner reisten motiviert an, im Wissen, dass sie bislang schon andere Finalrundenkandidaten gefordert haben. Sie setzten dies dann auch um, konnten dem HCE aber nicht wirklich gefährlich werden. Am Schluss gewinnt der HCE eher zu wenig hoch, aber verdient.

Die Luzerner starteten mit einer erfolgreichen Auslösung ins Spiel und übernahmen die Führung. Geschuldet war dies wohl der Vorbereitung auf diesen Gegner. Man hatte bis auf die Torschützenliste keinerlei Anhaltspunkte, was auf einem zukam. Von daher dauerte es einige Zeit, bis sich der HCE auf die gefährlichsten Pilatus-Spieler eingestellt hatte. Dies war nach rund einem Viertel der Spielzeit der Fall. Man konnte die Laufwege des Gegners besser kontrollieren und stellte sich nun besser auf die SG Pilatus ein. Dies ergab im Anschluss für den HCE Chancen zuhauf, um bereits jetzt einen sicheren Vorsprung zu erzielen. Doch leider erwischte man in der Gegenstoss Auslösung nicht den besten Tag. Entweder kamen die Pässe zu ungenau, oder man stellte sich beim Abschluss nicht sehr geschickt an. So kam es, dass die SG Pilatus bis zur Pause bei drei Rückstand verbleiben konnte.

Nach der Pause kam dann die beste Phase des HCE. In den ersten zehn Minuten machte man deutlich weniger Fehler und deckte aufmerksam und agil. Sieben Tore Vorsprung war das Ergebnis, auch weil man im Angriff den Ball laufen liess und seine Chancen nutzte. Das Spiel war entschieden. Der HCE nahm den Fuss vom Gaspedal, respektive es schlichen sich speziell beim Aufbau von einfachen Toren wieder zu viele unnötige Fehler ein. So konnte die SG Pilatus bis am Schluss noch etwas Resultatkosmetik betreiben. Eine Kosmetik, welche dem HCE zwar nicht weh machte, aber sicher einen Denkzettel mit auf den Weg gibt. Man war sicher die bessere Mannschaft und auch deutlich breiter aufgestellt, konnte dies aber in diesem Spiel nicht ganz umsetzen. Und doch darf man dem Team ein Kränzchen winden. Man hat sich innerhalb der ersten Spiele klar gesteigert und zeigt ansatzweise immer wieder, wohin die Reise gehen kann, wenn man technisch sauber und einfachen Handball spielt. Speziell das Umschalten des HCE, eine jahrelange Schwäche, hat ein grosses Potential. Um dies auch auszunützen, braucht es eine anständige Verteidigung, welche noch nicht immer ganz sattelfest agiert. Aber der Auftritt als Team macht Hoffnung für die weiteren Spiele. Der HCE kann auf allen Positionen durchwechseln und bleibt doch sehr gefährlich.

Positiv zu vermerken auf Einsiedler Seite ist auch die Rückkehr von Rückraumspieler Daniel Schmid, welcher nach einem Kreuzbandriss nach über einem Jahr Pause wieder auf dem Platz stand. Er wird noch etwas Zeit benötigen, aber schon bald mit seiner Dynamik eine weitere Waffe für den HCE sein. Am kommendem Samstag reist man zum HC Mutschellen. Einen Gegner, welchen man unbedingt nach der unnötigen Startniederlage bezwingen will. Das Potential ist zweifellos vorhanden.

HC Einsiedeln: Theo Ulrich, Michael Rüegg; Dewis Gebert, Claudio Meier (6/1 Penalty), Stefan Lütscher (6), Mark Schelbert (7/2), Maic Gebert (2), Daniel Varga (1), Michael Schmid, Daniel Schmid, Christian Maag, Carlo Beyer (1), Kostas Tsamesidis (6), Benjamin Vizi (4)

FOTO: Stefan Lütscher zeigte wiederum eine gute Leistung und erzielte sechs Treffer bei gleichvielen Versuchen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.