Herren 1: Saisonstart punktemässig missglückt

HC Einsiedeln – HC Mutschellen 34:37 (20:17)

Es war schön angerichtet in der Sporthalle. Gut gefüllt und zwei gut aufgelegte Teams. Der HCE wollte in erster Linie seine zuletzt begangenen Fehler der letzten Saison ausmerzen, und beweisen, dass man einiges mehr drauf hat, was Dynamik und mannschaftliche Geschlossenheit angeht. Dies gelang dann auch über drei Viertel der Spielzeit. Dann kamen aber unverständlicherweise deutlich zu viele einfache Fehler und der gegnerische Torhüter wuchs über sich hinaus. Damit resultierte am Schluss eine zwar verdiente, aber definitiv unnötige Niederlage für den HCE.

Das Einsiedler Handballgefüge zeigte zum Start eine enorme Power. In der Verteidigung stand man mehrheitlich sehr sicher und enorm agil. Der HC Mutschellen musste lange Angriffe fahren und war schon in dieser Phase oft am Rande des Zeitspiels. Der HCE konnte aber diese an sich gute Vorlage nicht in genug Differenz zum Gegner ausnützen. Der HCM dann doch immer wieder in Extremis eine Abschlussposition, welche dann auch zu oft den Weg ins Tor fand. Da man auf Einsiedler Seite allerdings keine Mühe bekundete, jeweils schnell ein Tor zu erzielen, fiel dies nicht ins Gewicht. Auf Einsiedler Seite zeigte man speziell in den ersten dreissig Minuten eine starke Leistung im Angriff. Es war eine der besten Leistungen der letzten Jahre. Der Aufsteiger hatte dem HCE nichts, wirklich nichts entgegen zu halten. Viele Wechsel, ohne gross an Qualität einzubüssen, unterstützten das Tschannen-Team in den ersten dreissig Minuten. Zur Pause hatte man bereits zwanzig erfolgreiche Einschüsse auf der Resultattafel. Das Spiel hätte bereits jetzt entschieden sein müssen. Da aber der HCE Mutschellen aus seinen Mitteln viel herausholte und beim HCE der Torhüter keinen Finger an einen Ball brachte, lag man nur mit drei Toren im Vorsprung. Man zeigte vor allem eine enorm starke Teamperformance. Das Spiel war also unnötigerweise noch nicht entschieden.

Auf für die zweite Halbzeit nahm sich der HCE natürlich viel vor. Allerdings spürte man relativ früh, dass es wohl eine enge Angelegenheit werden würde. Der HCE fasste in unglücklichen Momenten sehr unnötige Strafen, welche dazu führten, dass man im Angriff etwas den Faden verlor. Eine einschneidende Änderung ergab sich dann beim Gegner auf der Torhüterposition. Dieser steigerte sich nun stark und hatte einige Aluminiumtreffer auf seiner Seite, aber stand nun oft auch am richtigen Ort. Der HCE versuchte natürlich mit allen Mitteln die Führung zu verteidigen, welche allerdings knapper wurde. Nach drei Vierteln der Spielzeit war das Spiel ausgeglichen. Die Mutscheller glaubten plötzlich an ihre Möglichkeiten und nutzten ihre Chancen gnadenlos aus. Ihre schlussendlich doch sehr einfache Ausrichtung, wurde für den HCE zu einer immer schwierigeren Mission. Die Aargauer konnten auf einen gut aufgelegten Gal Adamcic zählen, welcher fortan nicht mehr zu kontrollieren war. Allerdings stellte man sich auch nicht immer sehr geschickt an. Der Druck für den HCE wuchs nun, und man nahm die Abschlüsse viel zu schnell, welche dann zu wenig gut vorbereitet waren, und an der Deckung oder beim Gegner hängenblieben. Dies nahmen sie natürlich sehr gerne an und konnten zum Schluss einen überraschenden, aber verdienten Sieg feiern. Sie spielten ihr Spiel sehr erfolgreich und konnte auf eine überdurchschnittlich gute Quote beim Abschluss zählen. Für den HC Mutschellen kam in diesem Spiel einiges an positiven Eventualitäten zusammen, welche sie auch brauchen, um siegreich zu sein. Das Viereck um Adamcic, Walber, Vukedin und Baur, muss einen guten Tag einziehen, respektive darf sich nicht verletzen. Wenn dann gleichzeitig noch der Torhüter mitmacht, haben Sie die Mittel um eben zu punkten.

Beim HCE muss man sich nicht zu viele Vorwürfe machen. Man zeigte eine gute Teamleistung und spielte ein sehr gutes Tempo. Wenn es nun gelingt in der Deckung noch ein paar Prozent draufzulegen und die Torhüter sich entsprechend steigern, dann werden die Punkte eher früh als spät kommen. Ein zweites Mal wird es kein Spiel geben, bei dem die Einsiedler Torhüter nur sieben Bälle abwehren. Das Team zeigte sich sehr willig und ist zweifellos nicht mit der letztjährigen Mannschaft zu vergleichen. Vielleicht fühlte man sich aber auch zu sicher, in dem man die Spieler Grisanovs und Schelbert dann halt doch sehr lange auf der Bank beliess. Und doch sind das für die Zukunft wichtige Entscheide. Nur als Team wird man erfolgreich sein. Die Generalprobe ist zwar punktmässig missglückt, das Team selber hat sicher aber einiges an Kredit geholt für die kommenden Spiele. Man darf gespannt sein.

Speziell zu erwähnen gilt es bei diesem Spiel die sehr gute Schiedsrichterleistung der beiden enorm jungen Hardeggers, welche grösstenteils, bis auf Entscheide bei der Strafenauslegung, überzeugt haben.

Sporthalle Einsiedeln – 150 Zuschauer
HC Einsiedeln: Theo Ulrich (14% Abwehrquote), Roman Achermann (20% Abwehrquote); Dewis Gebert, Claudio Meier (3), Stefan Lütscher (6), Chistoph Sutter (1), Mark Schelbert (7) Maic Gebert (2), Janis Grisanovs (2), Daniel Varga (4), Christian Maag (2), Carlo Beyer (1), Kostas Tsamesidis (3), Benjamin Vizi (3)

Bemerkungen: HCE ohne Michael Schmid (abwesend) und Daniel Schmid (im Aufbau)

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