Herren 1: HCE tanzt Sirtaki im Thal

KTV Muotathal – HC Einsiedeln 31:40 (14:18)

Das erste Schwyzer Derby seit drei Jahren erfüllte die Erwartungen. Viel Tempo, viel Dynamik und Kampf waren allgegenwärtig. Die gefüllte MZH im Muotathal sah ein spektakuläres Spiel mit einem verdienten und klaren Sieger aus dem Klosterdorf. Der HCE feierte im Thal den dritten Derbysieg in Serie und tanzte bisweilen mit dem Gegner Sirtaki. Über das ganze Spiel gesehen waren die Muotathaler gegen den HCE chancenlos und waren sowohl technisch, als auch taktisch und körperlich nicht auf der gleichen Stufe wie der HCE.

Viel wurde geredet vor dem ersten Derby seit langem. Die Thaler zeigen bisher einen guten Saisonverlauf und überzeugten mit guter Deckung und starken Torhütern. Beim HCE war die Saison bislang eher eine durchzogene Geschichte. Doch langsam aber sicher scheinen die Rädchen ineinander zu finden. Dem HCE fehlte im Derby Janis Grisanovs. Zudem verletzte sich im Abschlusstraining Mark Schelbert. Damit fehlten dem HCE die auf dem Papier schnittigsten Angriffswaffen. Doch der Handballsport lebt eben nicht von Einzelspielern. Es geht immer um die Teamleistung. Und hier hat der HCE im Muotathal den Beweis erbracht, dass man in dieser Hinsicht mit jedem Gegner mithalten kann. Der KTV Muotathal startete erwartet aggressiv in die Partie und ging in Führung. Der Goldauer Alex Suter erzielte das erste Tor. Er war es dann auch, welcher beim KTV Muotathal über das ganze Spiel wirkliche Gefahr erzeugte und am Schluss zum besten Spieler des Heimteams ausgezeichnet wurde. Beim HCE zeigte man auf eindrückliche Art und Weise, dass man infolge der Absenzen die Verantwortungen umverteilt hatte. Auch dies funktionierte ausgezeichnet. Mehrere Spieler zeigten sich durch die Absenzen sichtlich gelöst und deuteten aufopferungsvoll ihre Einsatzfreude an. Dewis Gebert deutete sein Potential mehrfach an und führte im Angriff kluge Regie. Im Tor konnte man sich je länger je mehr auf Theo Ulrich verlassen, welcher sich laufend steigerte und dem Team somit den nötigen Rückhalt gab. Nach fünfzehn Minuten lag man erstmals mit vier Toren in Führung und brachte diesen Vorsprung bis zur Pause über die Runden. Speziell hervorheben muss man sicher den jungen Kostas Tsamesidis. Er erzeugte im Angriff starken Druck und war vom Gegner nicht zu bändigen. Immer wieder trieb er mit seiner Dynamik den Gegner fast zur Verzweiflung. Zur Pause hatte er bereits knapp zehn Treffer auf dem Konto. Er war es, welcher in der ersten Hälfte mit dem Gegner aus dem Thal Sirtaki tanzte.

Der HCE hat bislang in allen Spielen problemlos mitgehalten und lag meistens in Führung. Doch oftmals brachte man das Spiel nicht über die Runden, weil einem oftmals weitere Lösungen fehlten. Doch daran hat man gearbeitet. Und welche Früchte dies trägt, sah man schnell. Der HCE zog sein Spiel auch in der zweiten Hälfte auf und liess dem Gegner eigentlich keine Chance auf einen Punktgewinn. Im Rücken weiterhin ein starker Theo Ulrich und im Angriff wechselten die Torschützen munter durch. Auch Benjamin Vizi und Claudio Meier zeigten eine starke Partie und waren mit ihrer Dynamik für den Gegner kaum zu kontrollieren. Der HCE zeigte keinerlei Ermüdung und zog weiter seine erfolgreichen Kreise. Der Vorsprung steigerte sich kontinuierlich und hätte am Schluss, mit der nötigen Konsequenz durchaus noch höher ausfallen können. Auch eine Doppelmanndeckung konnte den HCE nicht aus dem Konzept bringen. Man spulte das Programm auch ohne die Routiniers erstaunlich kompakt und souverän runter. Alle Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein. Am Schluss konnte der HCE den dritten Derbysieg in Serie feiern und meldet damit definitiv seine Ambitionen für einen Finalrundenplatz an. Es ist zu hoffen, dass nun wirklich jeder bemerkt hat, welche Rolle man spielen kann, sofern sich alle dem Teamgedanken unterordnen. Mit einer solch konsequenten Spielweise, wird der HCE in dieser Saison noch für manchen Gegner zur unbequemen Festung. Es gilt nun auf dieser Leistung aufzubauen und im kommenden Spiel gegen die SG Pilatus weiter zu punkten.

MZH Muotathal – 200 Zuschauer
SR Morf / Diethelm

HC Einsiedeln: Theo Ulrich (14 Paraden), Roman Achermann; Dewis Gebert (2), Claudio Meier (6), Stefan Lütscher (2), Maic Gebert (2), Daniel Varga (2), Michael Schmid (1), Christian Maag (2), Kostas Tsamesidis (16), Benjamin Vizi (7)

KTV Muotathal: Florian Oechslin (8 Paraden), Yves Imhof (2 Paraden); Martin Betschart, Nik Imhof (6), Elias Betschart (1), Matteo Schelbert (3), Alexander Suter (8), Patrick Föhn (2), Janik Nauer (3), Ivo Betschart, Pascal Gwerder (1), Kevin Heinzer (2), Jan Roos (2), Kurti Shiprim (3)

Bemerkungen: HCE ohne Janis Grisanovs (nicht im Aufgebot), Mark Schelbert (verletzt), Christoph Sutter (abwesend), Carlo Beyer (verletzt), Daniel Schmid (im Aufbau)

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