HC Einsiedeln HC Oberstrass 24 : 28 (12:15)
Der HC Einsiedeln war guten Mutes. Die direkten Mitbewerber für einen Platz an den Aufstiegsspielen hatten am Vortag überraschend Punkte liegen gelassen. Die Einsiedler wollten dies natürlich ausnützen und sich absetzen. Der Gegner hiess HC Oberstrass und lag einige Punkte hinter den Einsiedlern. Es war aber klar, dass man nach dem Unentschieden in der Vorrunde eine gute Leistung abrufen musste.
Was dann aber folgte ist schwer zu erklären. Es ist nicht so, dass der Kampf nicht angenommen wurde. Vielmehr hatte man das Gefühl, dass die Beine und die Hände nicht den Befehlen des Kopfes folgten. Unerklärliche technische Fehler, viele überhastete Abschlüsse und eklatante Mängel im Abschluss liessen die Oberstrasser relativ einfach davonziehen. Bereits in der ersten Halbzeit musste man einem Vier-Tore-Rückstand nachrennen. Das Geschehen änderte sich bis zum Pausentee nur unwesentlich. Es waren immer die gleichen Geschehnisse. Auf der einen Seite die andauernd anrennenden Einsiedler, gestoppt von technischen Fehlern. Auf der anderen Seite die Oberstrasser, welche es mit Ihren beschränkten Mitteln immer wieder zu Torerfolgen brachten. Beschränkte Mittel ist vielleicht auch ein wenig unrecht. Zwei gefährliche Rückraum-Spieler dürfen aber normalerweise die Deckung der Einsiedler nicht gefährden. Auf jeden Fall war man immer zu spät, dies nutzten die Oberstrasser geschickt aus. Nach der Pause versuchte der HC Einsiedeln mit grossem Aufwand heranzukommen. Dies gelang dann auch. Nach rund dreiviertel der Spielzeit war das Spiel wieder ausgeglichen. Es schien aber, dass die Einsiedler zuviel Kräfte verschwendet haben. Innert Kürze konnte der HC Oberstrass, einmal mehr nach Fehlpässen im Angriff, wieder davonziehen. Die Entscheidung war gefallen. Der HC Einsiedeln scheiterte an den eigenen Fehlern und wohl auch am gegnerischen Torhüter, welcher sich mehrmals auszeichnen konnte. Schade war, dass jener Torhüter sich durch lächerliche Kindergarten-Aktionen selber ins Abseits stellte und seine eigene Leistung damit mehr als schmälerte. Die Frage, ob die Einsiedler an ihm oder an der (ausnahmsweise) eigenen Abschlussschwäche scheiterten lässt sich damit wohl auch beantworten. Damit war ein Spiel beendet, in welchem jene Mannschaft gewann, welche weniger Schwächephasen einzog. Für den HC Einsiedeln ist damit nichts verloren. Gegen hinten in der Tabelle bleibt das Geschehen unverändert. Die Tatsache, dass der HC Einsiedeln eine grosse Chance verpasst hat, Abstand in der Tabelle zu schaffen hinterlässt aber einen faden Nachgeschmack. Es scheint aber auch, dass in dieser Saison der HC Einsiedeln zu einem Herzschlag-Finale verdammt ist...
Zuschauer: 90
Baumgartner, Sahli; Bingisser, Care, Emanuele, Kälin K., Kälin T., Lüönd, Maag, Ochsner D., Ochsner O., Ochsner S., Reichmuth, Sahli, Schefer
Bemerkungen: sehr gute Schiedsrichterleistung!