Die Ausgangslage vor dem Spiel in Zürich war klar. Mit einem Sieg konnte der HC Einsiedeln die alleinige Tabellenführung übernehmen. Der Gegner HC Oberstrass hatte bis zu jenem Zeitpunkt noch keinen Punkt abgegeben. Dementsprechend motiviert startete der HC Einsiedeln in diese wichtige Partie.
Schnell konnte man mit druckvollen Gegenstössen einige Tore vorlegen. Es schien, dass die Oberstrasser das Spiel ein wenig auf die Leichte Schultern nehmen. Im Anschluss machte sich der HC Einsiedeln das Leben aber selber schwer. Mit vielen technischen Fehlern, Fehlpässen und überhasteten Abschlüssen geriet der HC Einsiedeln ins Hintertreffen. In der Verteidigung hatte man Mühe sich auf die wendigen Spieler im Rückraum einzustellen. Sie brachten es jeweils einfach fertig mit gut getimten Laufwegen die sonst als sicher bekannte Deckung der Einsiedler zu knacken. So lief das Spiel bis zur Pause weiter. Man leistete sich weiterhin den Luxus beste Chancen auszulassen. Es wäre aber überheblich nur von den verpassten Chancen der Einsiedler zu reden. Auch der HC Oberstrass leistet sich eine grosse Anzahl Fehlschüssen, welche selber verschuldet wurden oder vom tadellosen Einsiedler Keeper entschärft wurden. So ging man mit einem Zweitore-Rückstand in die Pause. Nach dem Pausentee versuchte man weiterhin mit viel Druck das Spiel zu kehren. Wiederum verpasste Torgelegenheiten und vor allem auch mangelnde Disziplin liessen aufkommende Hoffnungen schnell ersticken. Man brachte es zumindest fertig die technischen Fehler praktisch zu eliminieren und auch die Fehlpassorgie konnte minimiert werden. Da aber die Einsiedler nach wie vor fahrlässig mit den Chancen umging erstaunte es nicht, dass der HC Einsiedeln acht Minuten vor Schluss mit vier Toren im Hintertreffen lag und just in jener Phase noch eine Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt erhielt. Wer hätte jetzt noch etwas auf die Einsiedler gewettet? Mit grossem Kampfgeist und gut herausgespielten Möglichkeiten über den Flügel brachte man es tatsächlich fertig aufzuholen und auszugleichen. Spielertrainer Tschannen war es vorenthalten in der letzten Minute einen Siebenmeter zu schiessen. Dies wäre der Führungstreffer gewesen. Aber eben, wäre. Der Siebenmeter wurde verschossen. Nun stemmte sich der HC Einsiedeln mit allen Mitteln gegen die drohende Niederlage. Es gelang. Der letzte Angriff der Oberstrasser fand den Weg nicht bis ins Tor der Einsiedler. Anhand des Spielverlaufs kann der HC Einsiedeln froh über Punktgewinn sein, anhand der vergebenen Chancen aber ganz sicher nicht. Nach Verlustpunkten sind nun drei Mannschaften an der Tabellenspitze. Der HC Einsiedeln gehört auch dazu.
Es spielten: Sahli, Baumgartner, Schefer, Bingisser, Tschannen, Ochsner S, Kälin, Umberto, Ochsner D, Maag, Ochsner O, Lüönd