

HC Einsiedeln - SG Albis Foxes 33:28 (12:13)
In einem arg gehässigen Spiel gelingt dem HCE die Rehabilitation des schwachen Auftritts gegen Unterstrass. Ein Spiel, welches mehrmals an der Grenze des Erlaubten war, fand mit dem HCE schlussendlich einen verdienten Sieger, welcher über die breitere Bank verfügte und in der entscheidenden Phase abgeklärter agierte. Damit meldet sich der HCE zurück, wenn es darum geht in dieser ausgeglichenen Gruppe auch gegen vorne in der Tabelle ein Wort mitzureden.
Fotos zum Spiel von pixellabor.ch
Die Zürcher, ein undurchsichtiges Geflecht von Spielern und Vereinen aus dem Grossraum Kilchberg und noch weiter herum, fanden besser in die Partie und gingen mit zwei Toren in Front. Der HCE benötigte einige Minuten um sich in der Deckung auf den Gegner einzustellen. In der ersten Halbzeit wogte das Spiel hin und her, ohne dass sich die Spielanteile auf eine Seite schoben. Der HCE zog im Verlaufe der ersten Halbzeit das Tempo merklich an, brachte es aber nicht fertig, diesen Tempovorteil auch in eine erfolgreiche Torproduktion umzumünzen. Das Rückzugsverhalten der Zürcher war gut, was sich in ein paar abgefangenen Gegenstosspässen zeigte. Dies war einer der Gründe, weshalb das Spiel weiterhin ausgeglichen war. Als der Pausenpfiff ertönte, konnte man zuversichtlich die paar willkommenen Minuten Pause geniessen. Beim HCE wollte man nicht zu viel ändern, da viele Chancen kreiert waren, aber noch nicht verwandelt wurden.
Dann folgten dreissig Minuten, welche es in sich hatten. Die Provokationen nahmen auf beiden Seiten zu. Vor allem Walber Candido Miranda war es, welcher mit seinem Deckungsverhalten den Unmut von Zuschauern und Einsiedler Beteiligten auf sich zog. Er war gleich mehrfach am Rande der Legalität, was zur Folge hatte, dass die Gangart nun (zu) hart wurde. Man braucht sich nicht zu wundern, dass man dann zur Zielscheibe avanciert, sei es bei Zuschauern, oder aber bei Direktbeteiligten. Die Einsiedler gingen mit den nun aufkommenden Emotionen besser um und wandelten diese in positive Energie um. Nachdem sich das Geschehen ein wenig abgekühlt hatte, war der HCE in Führung gegangen. Es war noch nicht die Vorentscheidung, der HCE hatte diese aber mehrfach in der Hand, verschoss allerdings die gut vorbereiteten Gegenstösse kläglich. Da der Gegner in dieser Phase aber keine Energie mehr hatte, man musste mit dem gleichen Rückraum sechzig Minuten durchspielen, war der Sieg des HCE nicht mehr in Gefahr. Die letzten Minuten konnte man dann das Resultat noch in die Höhe schrauben, da man nun die klaren Chancen verwertete. In der Schlussphase konnte man auf einen erstarkten André Kläui im HCE-Tor zählen, welcher ein paar entscheidende Paraden zeigte. Schlussendlich fand die Partie mit dem HCE den verdienten Sieger, welcher auf die breitere Spielerbank zählen konnte, welche trotz gewichtigen Absenzen, seinen Teil zum Erfolg beisteuerte. Beweis dafür war einer der entscheidenden Torerfolg von Christoph Sutter (1994) in den letzten Minuten.
Ein kleiner Teil der Zürcher zeigte sich dann als schlechte Verlierer, welche die Halle ohne Handschlag verliessen. Emotionen und Kampf gehören zum Handballsport. Wenn allerdings ein Spiel abgepfiffen ist, sollte man sich gemeinsam als gemässigt zeigen und das Spiel abhacken. Ein grosses Lob muss man sicher den beiden Unparteiischen Meili/Marko aussprechen, welche sich in einem sehr schwierigen Spiel von ihrer besten Seite zeigten und sämtliche Aktionen mehrheitlich im Griff hatten.
Sporthalle Einsiedeln – 100 Zuschauer
HC Einsiedeln: Ben Hensler (1.-45.) / André Kläui (46.-60.); Christoph Bingisser, Umberto Emanuele (5 Tore), Flavio Hählen (5), Reto Kälin, Thomas Kälin, Mike Koch, Claudio Meier (10), Oliver Ochsner (1), Silvan Ochsner, Erich Schönbächler, Christoph Sutter (1), Christoph Tschannen (10)
Bemerkungen: HCE ohne Markus Bösch (Arbeit), Christian Maag (verletzt), Roger Schönbächler (überzählig)
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