

TV Unterstrass – HC Einsiedeln 32:25 (12:12)
Der HCE kassiert in Zürich eine vermeidbare Niederlage. Er verlor in der zweiten Halbzeit für längere Zeit die spielerische Linie und musste sich deswegen zu hoch geschlagen geben. Zu viel einbilden auf dem Sieg sollten sich die Zürcher allerdings nicht. Momentan sind beide Teams weit davon entfernt in dieser Liga eine Rolle zu spielen, auch wenn auf beiden Seiten kurze Ansätze in die positive Richtung zu sehen waren.
Es war der HCE, welcher sehr gut in die Partie startete. Mit druckvollem Spiel fand man vermehrt die Schnittstellen, was die überraschend defensive Deckung des Gegners nicht unterbinden konnte. Dazu fanden die Zürcher gegen die aktive Verteidigung des HC Einsiedeln kein Mittel. Fünf Tore konnte der HC Einsiedeln in Front gehen, gemessen an den Chancen hätten es gar einige mehr sein sollen. Das Wort sollen, erklärt, weshalb dann der Einbruch kam. Die Einsiedler massen das Tor zu genau aus, und mussten etliche Holztreffer beklagen. Die Unterstrasser nahmen dies dankend an und erzielten einige unnötige Tore, welche bei Abstimmungsschwierigkeiten des HCE zu suchen waren. So kam es, dass die Zürcher, trotz schwacher Vorstellung zur Pause ein glückliches Remis geniessen konnten. Höhepunkt war die Schlussphase der ersten Halbzeit, als man gleich zwei Pfostentreffer innert kurzer Frist erzielte, um dann vier Sekunden vor Schluss, mangels Spielverständnis, nicht zurückzustaffeln. Minidis nahm das Geschenk an und erzielte den Ausgleich. Damit war der TV Unterstrass für seine Leistung doch sehr stark belohnt. Der HCE musst dies aber auf seine eigene Kappe nehmen.
Die zweite Halbzeit war dann ein Spiegelbild mit gegensätzlicher Ausgangslage. Nun war es der TV Unterstrass, welcher mehr Initiative zeigte und die einfacheren Tore erzielte. Reiser, mit einer persönlichen, wohl einmaligen Sternstunde, war es, welcher sein Team in Front schoss. Bei den Einsiedlern folgte nun eine spielerische Baisse. Just in diesen Momenten brachte man es auch noch fertig auf läppische Weise die einfachen Tore nicht zu machen. Man kam zwar kurz vor Schluss nochmals auf drei Tore heran, was aber mehr ein Strohfeuer war. Man musste im Angriff gezwungenermassen den schnellen Abschluss suchen, was für einmal nicht von Erfolg gekrönt war. Im Gegenzug war es dann für die Zürcher nicht sehr schwierig die bewusst offene Deckung positiv in Torerfolge umzumünzen. Sie nahmen schlussendlich das Geschenk an und distanzierten den HCE entscheidend. Auch wenn der Sieg schlussendlich zu hoch ausfiel, musste man doch von einer verdienten Niederlage sprechen. Bereits zur Pause hätte das Spiel entschieden sein müssen, war es aber nicht. Die Unterstrasser zeigten in der zweiten Halbzeit, wie man das Momentum auch in einen sicheren Vorsprung verwandelt. Beim HCE zogen zu viele Spieler einen schwachen Nachmittag ein. Es sind genau jene Spiele, bei welchen Bösch, abwesend wegen Arbeit, an allen Ecken und Enden fehlt. Aber leider ist dies eine Situation mit welcher sich der HCE arrangieren muss.
Mit dem TVU gewann das glücklichere und konstantere Team, ein Spiel, welches seiner Reputation eines Spitzenspiels nie gerecht wurde.
HC Einsiedeln: Ben Hensler (1.-48.) / Roger Schönbächler (49.-60.); Christoph Bingisser (1 Tor), Umberto Emanuele, Flavio Hählen (1), Thomas Kälin (1), Mike Koch, Christian Maag (3), Claudio Meier (9), Oli Ochsner, Silvan Ochsner (1), Erich Schönbächler (1), Christoph Sutter, Christoph Tschannen (8)
Bemerkungen: HCE ohne Markus Bösch (Arbeit), Dave Trütsch (angeschlagen), Reto Kälin, Kevin Frei (beide überzählig)
Hier gehts zum Spielbericht des TV Unterstrass
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