Kategorie: Spielberichte
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SG Kloten Handball – HC Einsiedeln 36:34 (18:12)

 

Logo PixellaborDie SG Kloten Handball war am Samstag bereits zum zweiten Mal Nutzniesser einer dürftigen HCE-Leistung und konnte sich damit entsprechend zum Sieger küren lassen. Die Einsiedler scheiterten hauptsächlich an einer extrem schwach disponierten Defensive, verbunden mit sich nahtlos anschliessenden Torhütern. Damit ist der Fehlstart für den HCE perfekt.

 

 Bilder vom Spiel

 

 

Der HCE startete furios in die Partie. Sämtliche Anordnungen wurden umgesetzt, was innert Kürze einen 4-Tore-Vorsprung ergab. Bereits zu diesem Zeitpunkt hätte wohl niemand ernsthaft Geld auf die Zürcher gesetzt. Der HCE verpasste es danach aber, sich weiter an die spielerischen Konzepte zu halten und liess sich in der Verteidigung immer wieder an den eigenen Kreis drängen. Die Klotener rochen den Braten und übernahmen nun das Spieldiktat. Mehr noch, sie überliefen die Einsiedler immer wieder oder fanden am Kreis eine Anspielstation, welche erfolgreich zu Ende geführt wurde, respektive in einem Torerfolg endete. Der HCE lag danach zeitweise mit sieben Toren im Rückstand. Zurückzuführen auf eine miserable Quote im Angriff, welche zu einem grossen Teil von Shooter Tschannen geschenkt wurden. Immer wieder scheiterte man am gut aufgelegten Torhüter der Klotener. Nicht, dass sich dieser übermässig anstrengen musste, nein, viel mehr lag es an den harmlosen Abschlüssen aus der zweiten Reihe. Die Klotener nahmen diese Geschenke gerne an und zogen Tor um Tor davon. Der HCE fand in der ersten Halbzeit kein Mittel um den erfolgreichen Start über die ganze Halbzeit zu bestätigen. Der HCE ging mit sechs Toren Rückstand in die Pause.

 

Natürlich war noch nichts verloren. Der HCE hatte in der Verteidigung oftmals auch Pech. Hände welche zwischen den Passwegen waren, fanden den Weg zum Ballbesitz nicht, oder aber ging dem Gegner wieder in die Hände. In der zweiten Halbzeit zeigte der HCE zumindest im Angriff eine ordentliche Leistung, was die 22 erzielten Tore deutlich aufzeigen. Lange Rede – kurzer Sinn. Wenn es der HCE in der zweiten Halbzeit fertig gebracht hätte, dass man zumindest ansprechend verteidigt hätte, dann wäre es nie eine Frage gewesen, wer dieses Spiel gewinnt. Aber man fand in der Deckung die Abstimmung weiterhin nicht. Schlimmer noch, man zerfiel mehrheitlich. Kreisläufer wurden nicht richtig gedeckt und der linke Aufbauer der Zürcher hätte am Samstag gar mit verbundenen Augen auf das Tor des HCE schiessen können. Der Ball wäre drin gewesen. Ironie des Schicksals war, dass der genannte linke Rückraumspieler in diesen Spielphasen gar nicht mehr auf dem Platz hätte stehen dürfen. Nach einer Tätlichkeit bekam er eine dankbare 2-Minuten-Strafe aufgebrummt. Dies zeigt, dass man aus Sicht der Schiedsrichter, sonst mit einer ansprechenden Leistung, das Vergehen gesehen hatte. Aber es nützt nichts, im Nachhinein darüber zu philosophieren. Der HCE war in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft, konnte aber den Rückstand aus der ersten Halbzeit nicht mehr aufholen. Zu routiniert fanden die Klotener immer wieder ein Mittel um den Kreisläufer anzuspielen oder aber um nach langen Angriffen einen sonst freistehenden Mann zu finden. Da die Einsiedler Torhüterleistung weit unter einem brauchbaren Niveau war, ergab sich dadurch für die Zürcher kein Druck. Denn ein Ball fand den Weg immer ins Tor. Schlussendlich gewann mit der SG Kloten Handball die glücklichere Mannschaft, welche sich in diesem torreichen Spiel auf den zuverlässigeren Torhüter verlassen konnten.

Für den HCE ist diese Niederlage nicht dramatisch und erklärbar. Es erträgt in dieser Gruppe gegen keinen Gegner eine solche Defensiv-Leistung. Sonst ist man gezwungen im Angriff vierzig Tore zu machen. Dies wäre zwar locker möglich gewesen, wurde aber aufgrund des gegnerischen Torhüters nicht ermöglicht. Tatsache ist aber auch, dass die teils sehr unfairen Aktionen der Klotener im Rückspiel auch entsprechend vergeltet werden. Nämlich mit der ebenfalls nötigen Härte. Die Zürcher haben die gesetzten Leitplanken der Schiedsrichter perfekt ausgenützt.

 

In zwei Wochen steht die Heimpremiere des HCE an. Dann auch mit dabei ist Linkshänder Markus Bösch. Er wird mit seiner Dynamik sicher das dringend nötige Selbstvertrauen zurückbringen. Der HCE wird die Antwort in zwei Wochen liefern. Dann kommt zur Kampfbereitschaft auch eine Defensive, welche sich so nennen darf, was zur Folge haben wird, dass man sich über den Sieger keine Fragen stellen muss.

 

Wahnsinn total in der Gruppe 2. Die selbsternannten Favoriten Dübendorf, Unterstrass und Einsiedeln haben alle, teils schon mehrfach, Spiele verloren. Dies war am letzten Samstag der einzige positive Aspekt.

 

Kloten Ruebisbach – 50 Zuschauer

HC Einsiedeln: André Kläui / Ben Hensler; Christoph Bingisser, Umberto Emanuele (2 Tore), Kevin Frei, Flavio Hählen (5), Thomas Kälin (1), Christian Maag (7/2), Claudio Meier (6), Oli Ochsner (1), Silvan Ochsner, Erich Schönbächler, Christoph Sutter, Christoph Tschannen (11)

 

Bemerkungen: 4 x 2 Minuten Strafe

HCE ohne Dave Trütsch (verletzt), Dave Karow (im Aufbau) und Markus Bösch (abwesend) - Mike Koch, Roger Schönbächler, Lucca Marty und Reto Kälin (alle nicht im Aufgebot)