

HC Einsiedeln – SG Kloten Handball 32:33 (13:17)
Die Einsiedler brauchen sich nicht viel vorzuwerfen. Man setzte die Anweisungen nahezu optimal um, und musste sich trotzdem geschlagen geben. Wer weit über zehn Aluminiumtreffer und offene, vergebene Abschlüsse zu beklagen hat, der kann normalerweise auch kein Spiel gewinnen. Vor allem, wenn man auf einen gut disponierten Gegner trifft, welcher für seinen eigenen Sieg die richtigen Zutaten wählte. Extrem hohe Angriffseffizienz, gute Torhüter und das nötige, erarbeitete Wettkampfglück. Somit erleidet der HCE einen kleinen Rückschlag in der Tabelle und muss nun darauf hoffen, dass die direkte Konkurrenz noch Punkte liegen lässt.
Bilder zum Spiel von pixellabor.ch
Bilder zum Auftritt der Rabäschränzer
Die ersten Minuten in diesem Spitzenkampf standen klar im Zeichen des HC Einsiedeln. Die Klotener rieben sich in der guten HCE-Deckung wiederholt auf und mussten viele Gegenstösse einfangen. Der HCE fand aber immer wieder eine Möglichkeit, diese Chancen nicht zu nutzen. So konnte sich Kloten Handball langsam aber sicher ins Spiel kämpfen und im Angriff die Effizienz in gute Quoten umsetzen. Der HCE zermürbte sich selber, da er die klarsten Chancen nicht nutzte und sich somit in Rücklage begab. Vor allem die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit waren alles andere als Handball-Feinschmeckerkost. Es entpuppte sich später als Fehler, dass man in der ersten Halbzeit Maag über zwanzig Minuten auf der Bank beliess. Denn nahezu alle Gegenstösse liefen über die rechte Angriffsseite. Auch Topskorer Tschannen sass die letzten zehn Minuten auf der Bank. Es waren in der Endabrechnung wohl genau diese nicht glücklich gewählten Entscheide, welche den Unterschied ausmachten.
Selbstverständlich war das Spiel auch bei einem Vier-Tore-Rückstand zur Pause noch lange nicht entschieden. Und so kam es dann auch. Mit Leichtigkeit holte der HCE nach der Pause diesen Rückstand auf. Zu einfach, wie sich später zeigen würde. Im Anschluss an diesen kurzen Lauf des HCE gab es ein Spiel mit viel Kampf und Leidenschaft. Die beiden Teams schenkten sich nichts. Allerdings hatten die Zürcher den HCE jetzt da wo sie ihn haben wollten. Die Routine des Gegners wurde immer mehr zum wichtigen Input. Die Angriffe der Zürcher wurden immer länger und länger. Es war keine Seltenheit, dass man zwanzig Sekunden benötigte, bis der Ball aus den eigenen Maschen zum Anspiel, an der Mittellinie bereit war. Nun gut. Wenn man in dieser Situation ist, dann soll man dies auch ausspielen. Der HCE kämpfte mit Vehemenz um den Anschluss. Das Wettkampfglück war dem HCE aber in fast keiner Phase des Spiels hold. 45 Sekunden vor Schluss hatte man mit einem Siebenmeter die Möglichkeit auf ein Tor zu verkürzen. Dies gelang. Sofort stand der HCE offensiver und eroberte sich danach den Ball. Leider fand (auch) der letzte Gegenstoss den Weg ins Tor nicht. Somit stand der glückliche Sieg von Kloten Handball fest, welcher allerdings aufgrund der taktischen Spielweise nicht gestohlen war. Wer so viele offene Bälle nicht versenkt, der hat es auch nicht verdient ein solches Spiel für sich zu entscheiden. Ebenfalls zu denken gibt sicher die sehr unglückliche Torhüterleistung, welche nebst der miserablen Abschlussquote, den Unterschied zugunsten von Kloten Handball machten.
Somit hat sich der HCE seine gute Ausgangslage fürs erste verspielt. Ab sofort gilt es in sämtlichen Spielen die immer wieder vorkommenden Fehler im Abschluss zu eliminieren. Nur so wird man die nötigen Punkte aus den letzten Spiele holen. In dieser ausgeglichenen Gruppe ist es auch noch möglich ins bedeutungslose Mittelfeld abzurutschen, aber auch, ganz vorne zu landen. Es liegt am HCE in den nächsten Spielen die nötigen Lehren daraus zu ziehen. Verloren ist noch nichts.
Sporthalle Einsiedeln – 80 Zuschauer
HC Einsiedeln: Kläui André / Schönbächler Roger; Bingisser Christoph, Emanuele Umberto (4 Tore), Frei Kevin, Hählen Flavio (5), Kälin Thomas, Maag Christian (2), Meier Claudio (10), Ochsner Oliver, Ochsner Silvan, Schönbächler Erich, Sutter Christoph, Tschannen Christoph (10)
Bemerkungen: HCE ohne Hensler Ben (überzählig), Bösch Markus (abwesend)
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