

HC Einsiedeln – HC Dübendorf 34:34 (18:22)
Vor erstaunlich wenigen Zuschauern, konnten die Einsiedler mit viel Leidenschaft einen starken Kontrahenten im Kampf um einen Playoff-Platz auf Distanz halten. Schlussendlich war es ein erkämpfter, glücklicher Punktgewinn, welcher aber aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit nicht gestohlen ist. Damit bleibt man weiterhin in einer guten Position und in Tuchfühlung mit dem Tabellenführer.
Der Start misslang dem HCE völlig. Entgegen den Erwartungen gelang den routinierten Gästen ein Start nach Mass nach der Weihnachtspause. Nichts zu spüren von mangelnder Fitness oder eingerosteten Bewegungsabläufen. Ganz im Gegenteil. Die Dübendorfer zeigten dem HCE wie man eine zweite Welle erfolgreich läuft. Immer wieder knackten sie mit ihrem druckvollen Spiel die Deckung des HCE. Dies nicht verkrampft sondern, mit spielerischen Mitteln. Der HCE wirkte verkrampft und ohne Mittel. Man rannte früh einem Rückstand hinterher und fand in der Verteidigung kein Mittel gegen die körperlichen Vorzüge des Gegners. Immer wieder brachen Lemann und Wegmann, auf den 2-er Positionen im Rückraum durch. Dadurch bekam auch ihr Kreisläufer immer mehr Platz, was dieser mit Torerfolgen ausnützte. Man konnte machen was man wollte. Der Gegner spielte eine hervorragende erste Halbzeit. Immerhin kam man dank der Klasse von Meier immer wieder zu mehr oder weniger einfachen Torerfolgen und konnte sich so mühsam in der Nähe des Gegners behalten. Aber alle restlichen Spieler fanden den Weg zum Tor nicht. Die spielerischen Möglichkeiten des HCE wurden nicht ausgespielt und demnach fand man sich auch mit vier Toren im Rückstand. Kein einziger Gegenstoss konnte der HCE laufen, was doch seltsam anmutet. Da sich die Deckung allerdings wie bester Schweizer Butter präsentierte, war dies auch nicht überraschend.
Die Halbzeit kam mehr als gelegen. Man versuchte sich vor Augen zu führen, wie man sich präsentierte. Saft- und emotionslos. Wollte man sich so vorführen lassen? Definitiv nicht. Es mussten Zeichen gesetzt werden. Diese kamen dann auch. Es war Bingisser, welcher nach 90 Sekunden in der zweiten Halbzeit zwar eine Strafe fasste, aber dank seiner körperlichen Präsenz dem Gegner ein erstes Mal zeigte, dass man sich so nicht abschlachten liesse. Es folgten dann weitere körperliche Lebenszeichen. Der HCE war also erwacht. Der Gegner nahm dies zur Kenntnis, liess sich aber zuerst nicht aus der Ruhe bringen. Im Angriff kamen nun vereinzelt einfachere Torerfolge dazu. Shooter Tschannen erwachte aus seinem Dornröschenschlaf aus der ersten Halbzeit, sein erster Torerfolg kam nach 17’, und setzte erste Duftmarken, wie man sich sonst präsentieren könnte. In der Verteidigung kämpfte man geschlossen und als Einheit, zwar immer noch nicht wie üblich, allerdings kamen nun die Dübendorfer nur noch erschwert zu Torerfolgen. Es war immer wieder Wegmann, welcher in Situationen Mann gegen Mann die Oberhand behielt und sein Team im Vorsprung liess. Ein weiteres Zeichen setzte dann Silvan Ochsner, welcher den gegnerischen Spielertrainer Takidis mit seiner bekannt harten und aggressiven Art frontal anging. Dieser ertrug dies nicht und revanchierte sich mit einem Schlag auf den Oberkörper, was ihm die rote Karte eintrug. Für den HCE war dies das Zeichen zum Schlussspurt. Die Emotionen wurden geweckt und siehe da, die sonst überlegt und sicher agierenden Dübendorfer wurden nun nervös. Im Angriff verspielten sie mehrere Bälle was der HCE sofort ausnütze. In der 59’ Minute war es soweit. Der Ausgleich des HCE fiel. Nun schien das Glück definitiv auf Seiten des HCE zu kippen. In einem langen Angriff konnte aber Shooter Tschannen nicht in erfolgsversprechende Abschlussposition gebracht werden. An einem guten Tag wäre sein Abschluss wohl im Tor der Dübendorfer gelandet. Nicht so am Samstag. Die Dübendorfer kamen nochmals in den Angriff. In zwanzig Sekunden galt es noch den Siegtreffer zu vollbringen. Schnell vorgetragen über die linke Seite wurde der linke Flügel angespielt. Sein direkter Gegenspieler Maag, ebenfalls mit einer schwachen Vorstellung, war zu spät und konnte nur noch seitlich stören. Mit viel Glück wurde den Dübendorfern kein Siebenmeter zugesprochen. Der abschliessende Freiwurf der Dübendorfer brachte auch keine Änderung mehr.
Somit war klar, dass der HCE dank den physischen Lebenszeichen von Silvan Ochsner und Christoph Bingisser das Spiel fast noch drehen konnten. Es ist ein eminent wichtiger Punkt gegen Dübendorf. Immerhin der bereits dritte in dieser Saison. Somit verbleibt man auf Platz Zwei. Es gilt nun die den verbleibenden Spiele im Januar, gegen die Foxes und gegen Kloten zwei Siege zu feiern. Es ist sicher nötig, dass man ein Zeichen setzt. Seit Mitte Oktober hat man nur noch ein Spiel verloren. So soll es weitergehen. Kampf und Leidenschaft sind willkommene Mittel dazu.
Sporthalle Einsiedeln – 50 Zuschauer
HC Einsiedeln: André Kläui (12.-30.) / Ben Hensler (1.-11./31.-60.); Christoph Bingisser (1 Tor), Umberto Emanuele (2), Kevin Frei, Flavio Hählen (1), Thomas Kälin, Mike Koch (2), Christian Maag (2), Claudio Meier (12), Oliver Ochsner, Ochsner Silvan (2), Erich Schönbächler, Christoph Tschannen (12)
Bemerkungen: HCE ohne Markus Bösch (abwesend), Roger Schönbächler (überzählig), Dave Karow (im Aufbau)
Zeitstrafen für HCE 5 x 2min
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