

HC Einsiedeln – SC Schwyz Damen (Nati A) 10:5
Die Halle, proppenvoll, erwartete mit Spannung ein äusserst wichtiges Spiel. Die 30 Franken Eintritt schienen niemanden zu kümmern, zu attraktiven Fussball schien das Volk zu erwarten. So kam es dann auch!
Nachdem der HCE verzweifelt versuchte den Anpfiff herauszuzögern, Baggio war mit seiner dritten Sportart beschäftigt, ging es los. Der Gegner überzeugte in der Startphase mit hoher Spielkunst und liess den Ball zügig in den eigenen Reihen zirkulieren. Es war klar, es braucht beim HCE einen Spielgestalter, oder einfach jemanden der dieses Spiel ansatzweise versteht. Der HCE schwamm gehörig in der Startphase und musste dem SC Schwyz eine hohe Zahl an Prozent den Ball überlassen. Gewiefte Taktiker, wie es Crouch ist, meinten nach dem Spiel, dass diese Igel-Taktik durchaus gewollt gewesen sei. Nun gut. Ansichtssache. Die ersten dreissig Minuten waren ein Abnützungskampf sondergleichen. Kein Tor auf beiden Seiten. Neuer musste gleich mehrfach klären, aber der HCE fand je länger das Spiel dauerte, ins Spiel hinein. So kam es, dass man kurz vor der ersten Pause den Führungstreffer erzielen konnte. War dies bereits die Entscheidung? Bislang agierte der HCE in der Deckung mehrheitlich überlegen, was den fehlerhaften Spielaufbau aber nicht kaschierte.
Die Pause wurde genossen. Selten war man so viel gelaufen. Crouch wechselte schon in der Pause sein T-Shirt. Selten gesehen. Verschwitzte Shirts auf Seiten des HCE. Es war doch ein Trainingsspiel? Egal – weiter gings. Inzwischen hatte sich der HCE darauf eingestellt, dass es durchaus Sinn macht, dem Ball nicht einfach nur hinterher zu rennen. Die spielerische Klasse von Hakan Power Götze und Baggio blitzte immer wieder auf. Ihnen war es zu verdanken, dass man die taktischen Fehlleistungen immer wieder ohne Schaden reparieren konnte. Es folgten dann ein paar Torerfolge des HCE. The Rooney light Chancentod liess sich nicht zweimal bitten (ausnahmsweise) und erzielte einen Treffer. Wer hätte das gedacht? Der einzige Spieler auf dem Platz mit zwei linken Beinen? Wahnsinn. Inzwischen zündeten ein paar Anwesende, Unbelehrbare, ein paar Rauchpedarden. Dem HCE kam dies entgegen, konnte er doch ein wenig verschnaufen. Als die Luft wieder rein war, schien das Spiel entschieden. Der HCE lag ein paar Tore vorne und hatte nun die Abstimmung gefunden. Man agierte mehrheitlich mit hohen Bällen auf die Stürmer. Ein Mittel, welches die Damen überhaupt nicht gerne sahen, mussten sie doch immer wieder mit dem Kopf dagegenhalten. Zwischenzeitlich gelang Crouch der zweite Treffer und Chikhaoui, mit seiner besten Aktion per Fallrückzieher, ein weiterer Treffer. Das Spiel war gelaufen. Der SC Schwyz, angeführt von Spielertrainer Nideröst, versuchte verzweifelt die Schmach gegen die im Schnitt fünfzig Kilogramm schwereren Einsiedler zu verhindern. Aber selbst Nideröst gelang kein Treffer. Vor allem für Crouch war dies eine besondere Genugtuung. Er selber hatte seine Tauglichkeit in seinem Wohnzimmer unter Beweis gestellt. Aber Nideröst? Eine abschliessende Bewertung konnte noch nicht gemacht werden. Dafür war Hüter Neuer an diesem Abend, bis auf eine Ausnahme, zu stark. Dreissig Sekunden vor Schluss erzielte Crouch sein im Vorfeld schon angekündigtes, drittes Tor. Vor allem für Nideröst eine bittere Pille.
Der HCE gewann hochverdient und kann sich damit nun definitiv in die Ferien verabschieden. Auch das Spiel des Jahres war gewonnen. Böse Zungen behaupteten, dass dieser Sieg, aufgrund des bestehenden Druckes, nicht einfacher zu bewerkstelligen war, als so mancher klarer Erfolg während der Handballsaison!
Der Dank gebührt dem SC Schwyz um Spielertrainer Nideröst, welche dieses Freundschaftsspiel, zusammen mit Crouch, arrangiert haben. Gerne wieder, dann vielleicht im Wohnzimmer von Nideröst, dem Rasen.
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